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Keine Angst vor Fledermäusen

Welch Glücksfall, dass ein renommierter Fledermaus-Experte im Haigerlocher Teilort Weildorf wohnt und auch ein ehemaliger Kollege am Gymnasium Haigerloch war. So war es für ihn selbstverständlich, dass er sofort und ohne zu zögern einen Unterrichtsbesuch zugesagt hat, als die Biologie-Lehrerin Sonja Schwabenthan bei ihm angefragt hat, ob er zum Thema Säugetiere den Schülerinnen und Schülern der Klasse 5b des Gymnasiums Haigerloch die Fledermäuse näherbringen könnte.

Zu Beginn zeigte Christian Dietz den Schülerinnen und Schüler viele Fotos von Fledermäusen. So dass sie viel über das Aussehen und die verschiedenen Arten lernen konnten. Sie waren beeindruckt, wie groß die Ohren von Fledermäusen sind, wie die Nasen aussehen und dass die Tiere zum Teil Töne über die Nase ausstoßen können. Auch die spitzen Zähne des Insektenfressergebisses fanden sie be-eindruckend, zumal Christian Dietz nicht nur Fotos davon zeigte, sondern auch vergrößerte Schädel als Modelle mitgebracht hatte.

Beruhigend fanden die Schülerinnen und Schüler, dass es die Vampire unter den Fledermäusen nur in Südamerika und nicht bei uns gibt. Dass diese aber beim Blutsaugen ihren Speichel in die Wunde injizieren, fanden einige Kinder be-eindruckend. Mit ihren spitzen Zähnen könnten Fledermäuse auch beißen. Dies kommt aber so gut wie nie vor und wenn in seltenen Fällen doch, dann weil man zum Beispiel kranke oder schwache Fledermäuse anfasst um ihnen zu helfen.

Anhand einer Abbildung konnten sich die Schülerinnen und Schüler vorstellen, wie groß die Flügel einer Fledermaus sind und welche Finger die Flughaut aufspannen und stark verlängert sind. Praktische Übungen der Handstellung und der ausge-breiteten Arme machten dies deutlich und trugen zur Anschaulichkeit bei.

Die Schülerinnen und Schüler lernten auch, dass Fledermäuse oftmals auch hinter Fensterläden alter Häuser leben können. Wenn sie dort zum Beispiel aufgeschreckt werden, weil diese Fensterläden bewegt werden, kann es auch mal vorkommen, dass man Fledermäuse bei Tag fliegen sehen kann. Davon hatte ein Schüler berichtet.

Helfen kann man den Tieren, wenn man Fledermauskästen für sie aufhängt oder im Garten eine „wilde Ecke“ stehen lässt, die nicht so oft gemäht wird und in der es viele Blumen gibt. Diese tragen dazu bei, dass es viele Insekten gibt, die dann wiederum als Nahrung für die Fledermäuse dienen. Außerdem erzählte er den Schülerinnen und Schüler, dass die Kirche in der Haigerlocher Unterstadt die größte Kolonie der Fledermausart Großes Mausohr in Baden-Württemberg beherbergt.

Das Highlight des Unterrichtsbesuches von Christian Dietz war, dass er ein lebendiges Tier mitgebracht hatte. Es wurde ihm zur Pflege gebracht, da es in einem Ofenrohr ziemlich abgemagert gefunden wurde, aus dem es selbstständig nicht mehr entkommen konnte. Wieder bei Kräften wird er es in den kommenden Tagen, wenn die Witterung besser ist, wieder aussetzen. Die Schülerinnen und Schüler durften das Tier streicheln und die Flughaut befühlen. Danach übersetzte Christian Dietz die Ultraschalllaute der Fledermaus technisch, so dass die Kinder die Geräusche hören konnten, die die Fledermaus von sich gab.

Zum Abschluss verteilte Christian Dietz Bastelbögen einer Fledermaus und weiteres Informationsmaterial, was die Schülerinnen und Schülern sehr erfreute.